Deutschlandprognose 2035

Aktuelle Bevölkerungsprognose für alle deutschen Kreise und kreisfreien Städte bis 2035 (CIMA-Deutschlandprognose 2035)

 

Animierte Bevölkerungspyramide 2000 bis 2035

 

Prognose auf der Basis der Komponentenmethode

Das Modell der Bevölkerungsprognose basiert auf einer jahrgangsweisen Fortschreibung der nach Altersjahren und Geschlecht aufgegliederten Bevölkerung in den Landkreisen und kreisfreien Städten (Komponentenmethode). Dabei bildet das Jahr 2017 (31.12.) die Ausgangsbasis der Prognose.

Schätzung der Geborenen

Die Schätzung eines neuen Geborenenjahrgangs erfolgt auf der Basis von (im Drei-Jahres-Durchschnitt geglätteten) altersspezifischen Geborenenraten der Frauen (im Alter von 15 bis unter 50 Jahren) auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte. Auf diese Weise gehen regionsspezifische Unterschiede im generativen Verhalten in die Prognose ein. Darüber hinaus werden mit Hilfe längerer Zeitreihen Trends in das Modell integriert, sodass beispielsweise Angleichungstendenzen des generativen Verhaltens zwischen den Regionen berücksichtigt werden.

Schätzung der Sterbefälle

Die Zahlen der Sterbefälle nach Alter und Geschlecht werden über regions-, alters- und geschlechtsspezifische Sterberaten bzw. Überlebenswahrscheinlichkeiten ermittelt. Sie werden ebenfalls aus geglätteten Werten (Drei-Jahres-Durchschnitt) der Sterbefälle für die einzelnen Stadt- und Landkreise berechnet. Darüber hinaus wird ein regionsspezifischer Trend zur Verlängerung der Lebenserwartung auf Basis der letzten zehn Jahre berücksichtigt.

Vorausberechnung von Wanderungen

Die Abschätzung der zukünftigen Wanderungen (Zu- und Fortzüge) geht mit größeren Unsicherheiten bei der Vorausberechnung einher. Als Ausgangsbasis werden die Zu- und Fortzüge über regions-, geschlechts- und altersspezifische Zu- und Fortzugsraten ermittelt, die aus den entsprechenden Werten der letzten sechs Jahre bestimmt werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Mobilität junger Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahren zukünftig in Relation zu den übrigen Altersjahrgängen noch weiter steigt. Aufgrund der stark überdurchschnittlichen Zuwanderung Geflüchteter und ihrer ungleichen Verteilung auf die einzelnen Kreise werden die Jahre 2015 und 2016 nicht einbezogen. Sofern einzelne Jahre an bestimmten Standorten durch Sonderereignisse ebenfalls verzerrt sind, wurde diese Jahre auch aus der Betrachtung ausgeblendet. Darüber hinaus wird unterstellt, dass die Zuwanderung nach Deutschland in den ersten Jahren der Prognose höher ausfallen wird als gegen Ende des Prognosezeitraumes. Diese Überlegung leitet sich aus der Annahme einer Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den aktuellen Herkunftsgebieten (vor allem Osteuropa, Südosteuropa und auch Südeuropa) und einem zugleich rückläufigen Potenzial mobiler Bevölkerung ab. Auch für den Zuzug aus Drittstaaten wird eine rückläufige Entwicklung angenommen. Insgesamt wird über den Zeitraum 2018 bis 2035 von einem durchschnittlichen jährlichen Wanderungssaldo für Deutschland von rund 260.000 Personen ausgegangen.

 

 

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Ihr Ansprechpartner:

Fabian Böttcher (boettcher@cima.de)