Quelle: Shutterstock
Trennstrich

Wohnraum-Versorgungs-Konzept

CIMA Institut für Regionalwirtschaft

Sie brauchen eine belastbare Grundlage, um Wohnen in Ihrer Kommune strategisch zu steuern. Und gleichzeitig soll die Analyse so strukturiert sein, dass sie in Förder- und Umsetzungsprozessen anschlussfähig bleibt. In Niedersachsen ist ein aktuelles Wohnraumversorgungskonzept in der Praxis eng mit Förderlogiken verknüpft; kommunale Seiten benennen es explizit als Voraussetzung für den Zugang zu Wohnraumfördermitteln.

Wir unterstützen Städte und Gemeinden dabei, ein beschlussfähiges Wohnraumversorgungskonzept zu erarbeiten: mit nachvollziehbarer Datenbasis, klarer Zielgruppenlogik und einem Maßnahmenpaket, das in der Verwaltung umsetzbar ist.

Ihr Kontakt zu uns

CIMA Institut für Regionalwirtschaft GmbH
Rühmkorffstr. 1
30163 Hannover

Tel.: 0511 / 22 00 79 50
Fax.: 0511 / 22 00 79 99
E-Mail: regionalwirtschaft@cima.de
Institutsleiter:  Fabian Böttcher, Dr. Gerhard Becher

Team IfR Hannover

Warum ein Wohnraumversorgungskonzept jetzt zählt

Ein Wohnraumversorgungskonzept ist mehr als „Wie viele Wohnungen fehlen?“: Kommunen müssen ausdifferenzierte Bedarfe verschiedener Zielgruppen betrachten und Bestand/Neubau auch unter Klima- und Flächenzielen zusammendenken. Für die Wohnraumförderung ist die Konzeptlogik in Niedersachsen besonders greifbar: Bei der allgemeinen Mietwohnraumförderung ist der Neubau-Bedarf über ein von der Wohnraumförderstelle zu erstellendes Wohnraumversorgungskonzept nachzuweisen (mit benannten Ausnahmen).

Welche Fragen ein kommunales WVK beantworten muss

  • Wie entwickelt sich der Wohnungsmarkt regional, und welche Rolle übernimmt Ihre Kommune im regionalen Kontext?
  • Wie unterscheiden sich Teilräume und Marktsegmente (Miete/Eigentum, bezahlbar, altersgerecht, barrierearm, etc.)?
  • Welche Zielgruppen fragen welche Wohnformen und -größen nach – heute und in den Zeithorizonten der Prognose?
  • Wie ist der Bestand zu charakterisieren, und welche Beiträge kann er zur Bedarfsdeckung leisten?
  • Wo besteht Handlungs- und Förderbedarf, mit welchen Instrumenten?

Mindestbestandteile eines Wohnraumversorgungskonzepts

  • Situationsanalyse: Nachfrage, Angebot, Preise – inkl. Segment bezahlbarer Mietwohnraum.
  • Prognosen: Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung, Neubau- oder Überhang.
  • Handlungs-/Förderbedarf und Maßnahmen: Neubau, Bestandsmodernisierung, Flächen, sozialer Wohnungsbau, Belegungsrechte u. a.
  • Optional: Monitoring/Evaluierung als Fortführung der kommunalen Wohnungsmarktbeobachtung

Auch kommunale Fortschreibungen greifen diese Logik als Standard (Bestandsanalyse, Prognose, Marktbewertung/ Ziele/ Handlungsbedarf, Handlungsempfehlungen) auf.

Unser Vorgehensmodell

Phase: Klärung & Setup

Zielbild, Zeithorizont, verwaltungsinterne Zuständigkeiten und Abstimmungsformat(e). Leitfäden betonen dabei die Rolle klar benannter Verantwortlichkeiten, Auftaktformate und die Einbindung relevanter Akteure.

Phase: Analyse & Prognose

Sekundärdatenanalyse, Preis- und Segmentperspektive, Verdichtung der zentralen Indikatoren; anschließend Bevölkerungs-/Haushaltslogik als Basis für Bedarf und Flächen-/Neubauabschätzungen.

Phase: Ziele, Maßnahmen, Beschlussvorlage

Handlungsfelder, priorisierte Empfehlungen, Umsetzungslogik (wer macht was bis wann), und eine beschlussfähige Vorlage/Präsentation; in vielen Kommunen ergänzt um Beteiligungs- und Dialogformate.

Unterstützung bei Ausschreibung und Vergabe

Kommunen müssen Leistungen häufig so beschreiben, dass Angebote vergleichbar werden. Typische Inhalte einer Leistungsbeschreibung sind dabei: Beschreibung des Werks, Auftraggeber/Partner, Referenzen/Leistungsfähigkeit, detaillierte Leistungsauflistung inklusive Datenquellen, Zeitplan/Workshops, Preislogik (z. B. Festpreis) und Hinweise auf vergaberechtliche Rahmen (z. B. VOL/B).

Zusätzlich gilt in Niedersachsen, dass Wertgrenzen und Verfahren in den letzten Jahren angepasst wurden; dies kann Vergaben erleichtern, entbindet aber nicht von sauberer Dokumentation und Kriterienlogik.

Berichte, Leitfäden und Referenzen für Wohnraumversorgungskonzepte